Historisches Quartier · Obwalden

Kirchhofen

Kirchhofen, das Sarner Quartier um die Pfarrkirche St. Peter und Paul, ist im ISOS als Ortsbild von nationaler Bedeutung eingetragen.

Abgeleitete Illustration, von Swiss Highlights aus einer frei lizenzierten Fotografie erstellt.

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Kirchhofen liegt südwestlich des eigentlichen Dorfes Sarnen, im Kanton Obwalden, mit dem es durch die Kirchstrasse verbunden ist, eine nahezu durchgehend bebaute Strasse. Im Südosten reicht das benachbarte Quartier Goldmatt bis zum Sarnersee hinunter; es zeichnet sich durch einzelstehende Bauten aus, teils im Villenstil.

Graf Ulrich von Lenzburg übertrug drei Viertel der Rechte an der Kirche von Sarnen und am «Unteren Hof» dem Kloster Beromünster; die Nähe zur Kirche brachte diesem Hof später den Namen Kirchhof, danach Kirchhofen ein. Der Betrieb einer Mühle gehörte zu den Nutzungen des Mühlekanals, der lange als Lebensader des Quartiers galt: Erstmals urkundlich erwähnt 1534, geht ihre Entstehung vermutlich schon auf die Zeit um 1500 zurück. Bis heute erhalten, dient das einstige Mühlengebäude als Restaurant und gelegentlich auch als Bühne für kulturelle Veranstaltungen. Der Blattibach, im Volksmund auch Mühlebach genannt, ist seit rund 1960 nicht mehr vorhanden. 2008 entstand am Hang nordwestlich des Quartiers ein neuer Rebberg.

Die Pfarrkirche St. Peter und Paul prägt zusammen mit dem angrenzenden Friedhof, der Beinhaus-Kapelle St. Michael und dem Pfarrhaus das Erscheinungsbild des Quartiers. Kirchhofen zählt zu den im ISOS – dem Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz – verzeichneten Ortsbildern von nationaler Bedeutung. Zum Quartier gehört ausserdem das 1643 entstandene Grosshaus Hofmatt, das heute eine Kunstgalerie beherbergt.

Warum dieser Ort bemerkenswert ist

Der Ortskern von Kirchhofen zählt zu den im ISOS verzeichneten Ortsbildern von nationaler Bedeutung: Rund um die Pfarrkirche St. Peter und Paul, den Friedhof, die Beinhaus-Kapelle St. Michael und das Pfarrhaus bewahrt das Quartier zudem eine seit 1534 bezeugte, bis heute stehende Mühle, die inzwischen zu einem Restaurant umgebaut wurde.

Geschichte und Ursprung

Der Name Kirchhofen geht auf den «Unteren Hof» zurück: Graf Ulrich von Lenzburg trat drei Viertel der Rechte an diesem Hof, zusammen mit jenen an der Kirche von Sarnen, dem Kloster Beromünster ab; die Nähe zur Kirche brachte dem Hof später den Namen Kirchhof, danach Kirchhofen ein. Der Mühlekanal blieb lange die Lebensader des Quartiers und speiste unter anderem eine Mühle, deren Bestehen erstmals 1534 belegt ist, obwohl sie vermutlich schon um 1500 errichtet wurde; ihr Gebäude dient bis heute als Restaurant. Der Blattibach, im Volksmund auch Mühlebach genannt, ist seit rund 1960 verschwunden; 2008 entstand am nordwestlichen Hang des Quartiers ein Rebberg.

Was man tun und sehen kann

  • Der Kirchstrasse folgen, einer nahezu durchgehend bebauten Strasse, die Kirchhofen mit dem Dorf Sarnen verbindet.
  • Die Pfarrkirche St. Peter und Paul und die benachbarte Beinhaus-Kapelle St. Michael besuchen.
  • Die seit 1534 belegte Mühle betrachten, heute zu einem Restaurant umgebaut, einst lebenswichtige Achse des Mühlekanals.
  • Vor dem Grosshaus Hofmatt verweilen, 1643 erbaut, in dem eine Kunstgalerie untergebracht ist.

Mit der Familie kommen: was zu wissen ist

  • Der benachbarte Quartier Goldmatt fällt hinunter zum Sarnersee; die Quelle macht keine Angabe zur Zugänglichkeit.

Als Paar

  • Zwischen der Kirche St. Peter und Paul, ihrem Friedhof und der Beinhaus-Kapelle St. Michael spazieren.
  • An der Mühle aus dem 16. Jahrhundert verweilen, heute ein Restaurant, am ehemaligen Mühlekanal.
  • Die Kunstgalerie im Grosshaus Hofmatt von 1643 besuchen.

Standort

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