Schlachtstadt · Luzern

Sempach

Am Ufer seines Sees bewahrt Sempach die Erinnerung an die Schlacht von 1386, in der die Eidgenossen die Habsburger besiegten, und den 2017 erhaltenen Wakkerpreis.

Abgeleitete Illustration, von Swiss Highlights aus einer frei lizenzierten Fotografie erstellt.

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Am 9. Juli 1386 besiegten unweit des Dorfes die Luzerner Truppen und ihre eidgenössischen Verbündeten jene der Habsburger in der Schlacht bei Sempach. Sieben Jahre später, 1393, wurde in der Ortschaft anlässlich der Gedenkfeier der Schlacht der Sempacherbrief unterzeichnet. Die am Ufer des gleichnamigen Sees gelegene Stadt umfasst heute 8,91 km², wovon gemäss der Erhebung 2013-2018 63,7 % Landwirtschaftsflächen, 21,2 % Siedlungs- und Infrastrukturflächen und 14,3 % Waldflächen sind.

Die Altstadt bewahrt mehrere Baudenkmäler: den Hexenturm, das Luzerner Tor, die Stadtkirche St. Stephan, die Gedächtniskapelle St. Jakob und das Rathaus. Am Kirchbühl zeigt ein Wandbild, der sogenannte Dreidenspruch (Dit des trois morts et des trois vifs), drei junge Edelleute, die auf einem Friedhof von drei Toten angesprochen werden, die sie an die Kürze des Lebens erinnern. 2017 verlieh der Verein Patrimoine suisse Sempach den Wakkerpreis für die Sorgfalt, mit der die lokalen Behörden dieses Erbe pflegen.

Sempach beherbergt zudem die Schweizerische Vogelwarte, die am Seeufer liegt.

Warum dieser Ort bemerkenswert ist

Sempach verdankt seinen Ruf einem einzigen Tag, dem 9. Juli 1386, als die Eidgenossen die Habsburger vor seinen Toren besiegten — der Brief, der dieses Gedenken besiegelt, wurde dort sieben Jahre später, 1393, unterzeichnet. Der Wakkerpreis von 2017 würdigt eine Altstadt, die Spuren dieser Geschichte bewahrt hat, vom Hexenturm bis zum Wandbild des Dreidenspruchs.

Geschichte und Ursprung

Die Schlacht bei Sempach am 9. Juli 1386 stellte habsburgische Truppen gegen die Luzerner und ihre eidgenössischen Verbündeten, die sich durchsetzten. Der Sempacherbrief wurde 1393 in der Ortschaft anlässlich der Gedenkfeier der Schlacht unterzeichnet. Die Altstadt, deren Wandbild des Dreidenspruchs den Kirchbühl schmückt, erhielt 2017 den Wakkerpreis von Patrimoine suisse.

Was man tun und sehen kann

  • In der Altstadt den Hexenturm, das Luzerner Tor, die Stephanskirche und das Rathaus entdecken, Zeugen des 2017 preisgekrönten Wiederaufbaus.
  • Am Kirchbühl das Fresko der Legende der drei Lebenden und drei Toten suchen, in dem drei junge Edelmänner auf einem Friedhof drei Toten begegnen.
  • Die Verbindung zwischen der Gedächtniskapelle St. Jakob und der Schlacht vom 9. Juli 1386 herstellen, in der Luzerner und ihre eidgenössischen Verbündeten die Habsburger besiegten.
  • An der Schweizerischen Vogelwarte am Ufer des Sempachersees vorbeikommen.

Als Paar

  • Durch die zwischen dem 15. und 20. Jahrhundert wiederaufgebaute Altstadt rund um den Hexenturm und das Rathaus schlendern.
  • Vor dem Fresko der Legende der drei Lebenden und drei Toten am Kirchbühl innehalten, eine zu zweit selten zu sehende Szene.
  • Am Ufer des Sempachersees entlang bis zur Schweizerischen Vogelwarte gehen.
  • Erzählt euch beim Vorbeigehen an der St.-Jakobs-Kapelle vom Sempacherbrief, der 1393 im Ort unterzeichnet wurde.

Standort

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