Historische Mühle · Stallikon, ZH

Aumüli

Die einzige Steinmühle im Knonauer Amt mit erhaltenem Wasserrecht, Rad und Sägerei, seit 1328 belegt und seit 1999 nach 117 Jahren wieder in Betrieb.

Abgeleitete Illustration, von Swiss Highlights aus einer frei lizenzierten Fotografie erstellt.

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Übersetzt im Rahmen einer KI-gestützten Zweitprüfung — noch nicht von einer muttersprachlichen Redaktion validiert.

Die Aumüli ist ein Weiler der Gemeinde Stallikon im Bezirk Affoltern des Kantons Zürich, am Südfuss des Albis, östlich von Stallikon, zwischen den Weilern Gamlikon und Tägerst, an der Reppisch gelegen. Sie trägt den Namen der historischen Mühle in ihrem Zentrum: 1993 mit ihren Nebengebäuden als Objekt von kantonaler und nationaler Bedeutung unter Schutz gestellt, ist sie die einzige Steinmühle im Knonauer Amt (Bezirk Affoltern) mit erhaltenem ehehaftem Wasserrecht, Wasserrad und Sägerei. Das Bundesamt für Kultur nahm sie Ende 2012 ins Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (Isos) auf.

Die erste Aumüli wurde vermutlich im 9. Jahrhundert erbaut, was sie zu einer der ältesten Mühlen im Kanton Zürich machen würde; urkundlich belegt ist sie jedenfalls seit 1328. Sie versorgte ursprünglich die Mühlen von Stallikon, Wettswil, Bonstetten, Aeugst am Albis, das Aeugstertal samt Obertal sowie die Buechenegg, verbunden durch direkte Wege — ein Karrweg führte bis zum Strassenbau von 1860 noch durch die Mühlenliegenschaft von Bonstetten nach Langnau. In ihrer Blütezeit besass sie zwei Wasserräder für ein bis zwei Mahlwerke und einen Rellgang, dazu ein Sägerad; etwas oberhalb trieb die Vormühle mit zwei weiteren Rädern ein Mahlwerk, eine Hanfreibe und zwei Futterstampfen an.

Die 1852 im bernischen Landwirtschaftsstil errichtete Doppelscheune, den bernische Einwanderer mitgebracht hatten, ersetzte ein älteres, kleineres Stallgebäude; 1892 erhielt sie eine Hocheinfahrt. 1872 erwarb der eingewanderte Berner Johann-Ulrich Weyermann die Aumüli mit 24 Hektaren Land und 5,5 Hektaren Wald; die Weyermanns betrieben dort Getreide- und Holzhandel, Viehwirtschaft, Fuhrhalterei und Pferdezucht. Vernachlässigt und dem Zerfall preisgegeben, wird die Mühle seit 1999 von der Stiftung und dem Verein Pro Aumüli, grösstenteils ehrenamtlich, restauriert: Der jahrhundertealte Oberwasserkanal und das Reppischwehr wurden 2007 erneuert, und das Wasserrad treibt seither, nach einem Unterbruch von 117 Jahren, wieder die Mahlwerke und die Gattersäge an. 2012 wurde der zweigeschossige Riegelbau-Spycher restauriert und die Brennerei für den hofeigenen Zwetschgenschnaps wieder in Betrieb genommen.

Warum dieser Ort bemerkenswert ist

Die Aumüli ist die einzige Steinmühle im Knonauer Amt, die ehehaftes Wasserrecht, Wasserrad und Sägerei als zusammenhängendes Ganzes bewahrt hat: ein vollständiges Mühlwerk, seit 1328 urkundlich belegt und vermutlich im 9. Jahrhundert erbaut, das der Verfall 117 Jahre lang zum Schweigen brachte, bevor eine ehrenamtliche Stiftung es ab 1999 wieder in Gang setzte. Das Wasserrad mahlt dort wieder Dinkel und treibt die Säge an, in einem Weiler, der einst sechs Nachbarorte über direkte Wege versorgte.

Geschichte und Ursprung

Die seit 1328 urkundlich belegte, vermutlich im 9. Jahrhundert erbaute Mühle versorgte Stallikon, Wettswil, Bonstetten, Aeugst am Albis und die Buechenegg, bis der Strassenbau von 1860 die örtlichen Verkehrswege veränderte. 1993 unter Schutz gestellt und Ende 2012 ins Isos aufgenommen, wird sie seit 1999 von der Stiftung und dem Verein Pro Aumüli restauriert: Der 2007 erneuerte Wasserkanal und das Reppischwehr liessen das Wasserrad nach 117 Jahren Unterbruch seine Mahl- und Sägefunktion zurückgewinnen.

Was man tun und sehen kann

  • Das Wasserrad von Aumüli betrachten, 1999 nach 117 Jahren Stillstand wieder in Betrieb genommen, das erneut die Dinkelmahlung und die Gattersäge antreibt.
  • Den 2007 erneuerten Zuleitungskanal mit dem Wehr der Reppisch sowie die doppelte Scheune von 1852 im bernischen Bauernhausstil entdecken.
  • Den 2012 restaurierten zweistöckigen Fachwerkspeicher suchen sowie die wieder in Betrieb genommene Zwetschgenbrennerei.
  • Den Weiler zwischen Gamlikon und Tägerst am Südfuss des Albis an der Reppisch verorten.

Mit der Familie kommen: was zu wissen ist

  • Ein Wasserrad zu beobachten, das nach 117 Jahren Stillstand wieder läuft, kann für Kinder interessant sein, die sich für alte Mechanismen begeistern.

Als Paar

  • Gemeinsam beobachten, wie sich das Wasserrad nach über einem Jahrhundert Stillstand wieder dreht und wie früher Dinkel mahlt.
  • An der Reppisch entlangschlendern bis zum 2007 erneuerten Zuleitungskanal.
  • Bei der bernischen Scheune von 1852 und dem 2012 restaurierten Fachwerkspeicher verweilen.

Standort

Lädt auf Wunsch eine interaktive Google-Maps-Ansicht anhand der geprüften Koordinaten des Ortes.

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